Klimazukunftskonferenz 2020

Am 20.11.2019 luden die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und die Stiftung Planetarium Berlin zur ersten Klimazukunftskonferenz ins Zeiss-Großplanetarium ein. Beinahe 300 Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse kamen aus zahlreichen Schulen zusammen, um mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik an der Frage zu arbeiten, wie die Auseinandersetzung mit der Klimakrise und der Klimaschutz noch stärker in den Unterricht und in die Schule getragen werden können. Außerdem hatten die Schülerinnen und Schüler umfassende Gelegenheit sich zu vernetzen.

Gestaltungsmerkmal der ersten Klimazukunftskonferenz war, dass sie unter weitreichender Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und intensivem Mitwirken von Wissenschaft und Zivilgesellschaft geplant und umgesetzt wurde. So entstand ein vielfältiges Angebot an wissenschaftlichen Vorträgen, Workshops und einem Markt der Möglichkeiten mit zahlreichen Projektpräsentationen und Beispielen guter Praxis aus Schulen.

Inspiriert war die Konferenz durch die Fridays for Future Proteste. Dass es den menschengemachten Klimawandel gibt, weiß man schon seit Jahrzehnten! Einen deutlichen Schub erhielt die Auseinandersetzung mit der Klimakrise und ihren Konsequenzen, seitdem die Schülerinnen und Schüler – getrieben von wissenschaftlichen Fakten – auf die Straße gingen. In Gesprächen zwischen Vertreterinnen und Vertretern von Fridays for Future und Senatorin Scheeres wurde deutlich, dass neben der politischen Botschaft der Schülerinnen und Schüler an die Gesellschaft, auch Klimaschutz an Schulen mehr Aufwind braucht und der Klimawandel dort viel stärker zum Thema werden muss.

Noch während der Konferenz kündigte Bildungssenatorin Scheres eine Verstetigung der Konferenz an. Sie soll fortan fester Bestandteil der des Angebotes für Berliner Schülerinnen und Schüler zu den Themen Klimakrise und Klimaschutz sein und jährlich stattfinden.

Am 24.11.2020 findet nun die zweite Klimazukunftskonferenz statt. Pandemiebedingt ist die Durchführung eine Präsenzveranstaltung im Zeiss-Großplanetarium leider nicht möglich. Die Konferenz abzusagen war jedoch keine Option. Die Klimakrise und deren Bewältigung bleibt eine der größten Herausforderungen unserer Zeit.

Die Klimakonferenz findet in diesem Jahr daher in dem innovativen Format einer räumlich und zeitlich dezentralen, digitalen Veranstaltung statt. In unterschiedlichen digitalen Räumen können Schülerinnen und Schüler an Vorträgen und Workshops teilnehmen, diskutieren und konkrete Projektideen entwickeln. Die Angebote sind nicht nur am Konferenztag selbst verfügbar, sondern werden für alle Lerngruppen Berlins bis zum Jahresende weiter angeboten – die Klimakonferenz dehnt sich so über den Konferenztag und das Zeiss-Großplanetarium hinaus in den Rest des Jahres und die ganze Stadt.

Die Konferenz bleibt getragen von einem breiten Bündnis aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Schule, der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und der Stiftung Planetarium Berlin.

Die Organisation der Konferenz wird über die gesamte Zeit durch eine Gruppe engagierter Schülerrinnen und Schüler begleitet, die sich regelmäßig trifft (meist digital), Programm- und Gestaltungsvorschläge entwirft, Entscheidungen prüft und immer im Blick behält, dass es um das Format einer Konferenz von und für Schülerinnen und Schüler geht. Die Vorbereitungsgruppe wird vom SV-Bildungswerk unterstützt.

Konzipiert, geplant und umgesetzt wird die Konferenz darüber hinaus von der Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung (KATE) e.V. und der Regionalgruppe von Bits und Bäume Berlin in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und der Stiftung Planetarium Berlin. Mehr dazu erfahrt ihr unter der Rubrik „Über uns“.

Am Tag der Klimazukunftskonferenz findet auch die jährliche KMK/BMZ-Fachtagung zur Weiterentwicklung und Umsetzung des Orientierungsrahmen Globale Entwicklung statt. Engagement Global organisiert diese Veranstaltung. Eingeladen sind alle, die sich darum bemühen, Bildung für Nachhaltige Entwicklung/Globales Lernen in Schule fest zu verankern. Die Fachtagung bietet viele Möglichkeiten, mit ganz unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren schulischer Bildung ins Gespräch zu kommen, sich über aktuelle Aktivitäten zu informieren und auch eigene Ideen aktiv einzubringen. Weitere Informationen zu dem Fachtag findet ihr unter folgendem Link: https://www.engagement-global.de/veranstaltung-detail/elfte-kmk-bmz-fachtagung.html

Für Schülerinnen und Schüler der Klimakonferenz gibt es die Möglichkeit, an dem Workshop „Beteiligung und Teilhabe: Schule gemeinsam gestalten“ des Fachtages teilzunehmen.

Gleichzeitig gibt es für Teilnehmende an der OR-Fachtagung die Möglichkeit, an ausgewählten Workshops der Klimazukunftskonferenz teilzunehmen.

Zentrale digitale Klimazukunftskonferenz

Es gibt eine zentrale digitale Klimazukunftskonferenz, an der drei Schülerinnen und Schüler einer Schule teilnehmen können. Es erwarten euch Vorträge von Klimawissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie Workshops verschiedener Organisationen, wie zum Beispiel Greenpeace.

Workshops & Vorträge für Klassen & Lehrkräfte

Parallel zur zentralen digitalen Konferenz, an welcher nur drei Schüler*innen pro Schule teilnehmen können, gibt es vielfältige Angebote an Workshops und Vorträgen für Schulklassen von NGOs und aus der Wissenschaft. Sie werden digital oder vereinzelt auch in Präsenz angeboten. Das Futurium bietet beispielsweise einen digitalen Rundgang durch die aktuelle Ausstellung an.